Anzeige / Werbung

Berliner Essen, das Touristen mindestens einmal probieren sollten

Welches Essen muss man in Berlin probiert haben?

Die ultimative Berlin Food Bucket List: 1. Currywurst (die Seele Berlins), 2. Döner Kebab im Berliner Stil (Mustafas o.ä.), 3. Eisbein (gepökeltes Schweinefleisch), 4. Berliner Pfannkuchen (der Klassiker), 5. Wiener Schnitzel (Konnopke's oder Lutter & Wegner), 6. Boulette (Fleischklops), 7. Brezeln von einer lokalen Bäckerei, 8. Senfeier, 9. Vietnamesische Pho, 10. Schakschuka vom orientalischen Markt, 11. Lokales Craft Beer und 12. Berliner Weisse (mit Schuss).

Berlin ist eine Stadt, die rund um die Uhr isst. Anders als München mit seinen bayerischen Wirtshäusern oder Paris mit seiner klassischen Bistro-Kultur, ist die Berliner Food-Szene ein bunter, lebendiger und köstlicher Mix aus Geschichte, Geografie und massiver Migration. Es ist eine Stadt, in der man an einer Straßenecke ein Sterne-Menü genießen und an der nächsten um 3 Uhr morgens eine 4-Euro-Currywurst essen kann.

Für Touristen kann die schiere Auswahl jedoch überwältigend sein. Geht man eher zum „authentischen“ preußischen Eintopf oder zum „authentischen“ türkischen Streetfood? Die Antwort lautet: beides. In diesem Guide haben wir die Gerichte ausgewählt, die die Identität Berlins definieren. Das sind nicht nur Mahlzeiten, sondern Erlebnisse, die die Geschichte einer Stadt erzählen, die geteilt, wieder aufgebaut und neu erfunden wurde.

Powered by GetYourGuide

Berlins kulinarische Identität: Mehr als nur Wurst

Um das Berliner Essen zu verstehen, muss man die Geschichte der Stadt verstehen. Jahrhundertelang war Berlin das Herz Preußens, wo das Essen herzhaft, praktisch und für kalte Winter gedacht war. Denken Sie an Kartoffeln, Schweinefleisch und Kohl.

Dann kam die Teilung. West-Berlin wurde zu einer Insel des Kapitalismus, beeinflusst von amerikanischen Gewohnheiten und Gastarbeitern aus der Türkei und Italien. Ost-Berlin entwickelte seine eigenen Versionen von sozialistischem "Convenience Food" (wie die hautlose Ketwurst). Heute ist die Stadt eine globale Hauptstadt des Veganismus und der vietnamesischen Küche – und doch hört man an fast jedem Block das Zischen eines Currywurst-Grills. Diese Spannung macht die Szene so spannend.

Die ikonischen Klassiker (Einmal probieren!)

1. Currywurst

Die Seele der Stadt | Preis: 4 € - 8 €

Was es ist: Eine gedämpfte, dann frittierte Schweinswurst, in mundgerechte Stücke geschnitten und mit einer Sauce aus würzigem Ketchup und Currypulver übergossen. Meist serviert mit "Pommes Schranke" (Mayo/Ketchup) oder einer Schrippe.

Warum es wichtig ist: 1949 von Herta Heuwer in Berlin erfunden, steht sie für die Resilienz der Nachkriegszeit. Sie ist klassenlos: Hier stehen Chefs im Anzug neben Bauarbeitern am Stehtisch.

Wo probieren: Konnopke’s Imbiss im Prenzlauer Berg (unter dem U-Bahn-Bogen) für das historische Flair, oder Curry 36 am Mehringdamm für das klassische Kreuzberg-Erlebnis.

2. Döner Kebab (nach Berliner Art)

Die moderne Identität | Preis: 6 € - 9 €

Was es ist: Das ist nicht der Kebab, den man in der Türkei findet. Der „Berliner Döner“ bietet dünn geschnittenes Fleisch, frischen Salat, Zwiebeln und die typischen Saucen (Knoblauch, Kräuter oder Scharf) in einem getoasteten Fladenbrot.

Warum es wichtig ist: Kadir Nurman gilt als Erfinder der portablen Version in Berlin Anfang der 70er. Heute ist der Döner wohl „berlinerischer“ als die Currywurst.

Wo probieren: Mustafas Gemüse Kebab (rechnen Sie mit 45 Min. Wartezeit) für den Kult-Faktor, oder Imren Grill für eine der besten Fleisch-Qualitäten der Stadt.

3. Eisbein

Das preußische Festmahl | Preis: 18 € - 28 €

Was es ist: Ein massives, gepökeltes und gekochtes Schweinebein, typischerweise serviert mit Sauerkraut und Erbspüree. Anders als die bayerische Schweinshaxe ist das Berliner Eisbein meist gekocht und nicht gebraten.

Warum es wichtig ist: Das ultimative „Oma-Essen“. Herzhaft, salzig und perfekt an einem kalten Januartag.

Wo probieren: Zur Letzten Instanz – das älteste Restaurant Berlins.

4. Berliner Pfannkuchen

Süß & Kultig | Preis: 1,50 € - 3 €

Was es ist: Ein in Fett ausgebackenes Hefegebäck mit Marmeladenfüllung. In Berlin heißt es einfach nur „Pfannkuchen“ (überall sonst in Deutschland nennt man sie „Berliner“).

Warum es wichtig ist: Berühmt durch JFKs Rede (auch wenn er sich nicht wirklich als Gebäck bezeichnete). Ein Muss bei jedem Bäcker, besonders zu Silvester und Fasching.

Wo probieren: In jeder klassischen Bäckerei, z.B. Bäckerei Siebert im Prenzlauer Berg.

Powered by GetYourGuide

Süßes & Streetfood

Neben den schweren Mahlzeiten bieten Berlins Straßenecken und Bäcker kleine Bissent, die den Rhythmus der Stadt bestimmen.

Trinken in Berlin

Man kann nicht über Berliner Essen reden, ohne die Getränke zu erwähnen.

Berliner Weisse

Ein saures, obergäriges Bier, das fast immer „mit Schuss“ serviert wird. Man hat die Wahl zwischen Waldmeister (grün) oder Himbeere (rot). Es aus dem typischen Pokalglas mit Strohhalm zu trinken, gehört für Touristen einfach dazu.

Die Craft Beer Revolution

Während klassisches Pils überall ist, boomt die Craft-Szene. Besuchen Sie das BRLO Brwhouse am Gleisdreieck, um zu sehen, wie Berlin heute Bier braut.

Berlins internationale Food-Szene

Wer in Berlin nur „deutsch“ isst, verpasst die halbe Stadt. Die Einwanderergemeinden haben die Speisekarte nicht nur ergänzt, sondern neu definiert.

Vietnamesische Küche

Durch die Vertragsarbeiter in der DDR gibt es in Berlin eine fantastische vietnamesische Community. Besuchen Sie das Dong Xuan Center in Lichtenberg für ein immersives Erlebnis oder die unzähligen Pho-Läden in Mitte.

Türkische Märkte

Der Türkenmarkt am Maybachufer (Dienstag und Freitag) ist ein Fest für die Sinne. Probieren Sie Gözleme oder frische Dips, während Sie am Kanal entlangschlendern.

Modernes Berlin: Ein Paradies für Veganer

Berlin gilt als Vegan-Hauptstadt Europas. Von Fine-Dining wie im Kopps bis hin zum „Vöner“, man muss kein Fleisch essen, um kulinarisch voll auf seine Kosten zu kommen.

Wo man was probiert (Nach Vierteln)

Gericht Viertel Preis Beste Zeit
Döner / Kebab Kreuzberg €€ Spätabends / Mittag
Currywurst Prenzlauer Berg Nachmittags-Snack
Eisbein Mitte (Historisch) €€€ Abendessen (Winter)
Vietnamesisch Mitte / Lichtenberg €€ Mittag / Abend

Wenn Sie nur 48 Stunden in Berlin haben

Planen Sie Ihre Mahlzeiten passend zum Sightseeing:

  1. Tag 1 Mittag: Currywurst bei Konnopke’s während der Mauer-Besichtigung.
  2. Tag 1 Abends: Ur-Berliner Küche in einem Wirtshaus in Mitte.
  3. Tag 2 Mittag: Döner Kebab in Kreuzberg beim Erkunden der Street-Art.
  4. Tag 2 Nachmittag: Kaffee und Pfannkuchen in einer echten Bäckerei.
  5. Tag 2 Abends: Modernes vietnamesisches Essen in Neukölln oder Friedrichshain.

Diese Fehler sollten Touristen vermeiden

Lohnt sich eine Food Tour?

Wenn Sie wenig Zeit haben, ist eine geführte Food-Tour (z.B. in Kreuzberg oder Mitte) sehr zu empfehlen. Man probiert oft 6-8 verschiedene Dinge und lernt viel über die Hintergründe der Stadt.

Fazit

Berlins Food-Szene ist wie die Stadt selbst: unprätentiös, vielfältig und voller Überraschungen. Ein echter Trip braucht sowohl den preußischen Klassiker als auch das internationale Streetfood-Highlight.

Bereit zum Schlemmen? Schauen Sie auch in unseren Guide zu den Berliner Stadtteilen und prüfen Sie das Wetter vor Ihrem Marktausflug!

Anzeige / Werbung