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Während Berlin für seine moderne, internationale Food-Szene berühmt ist, sind seine traditionellen kulinarischen Wurzeln tief mit der Geschichte Preußens und der geteilten Stadt verbunden. Die traditionelle Berliner Küche ist deftig, ehrlich und darauf ausgelegt, einen langen Tag voller Entdeckungen zu überstehen. Hier ist ein Guide zu den Gerichten, die das Erbe der Stadt prägen.
Über Jahrzehnte war Berlin zwei verschiedene Städte, was auch das Essen beeinflusste. In West-Berlin florierten früh internationale Einflüsse (wie der Döner Kebab). In Ost-Berlin blieben traditionelle preußische Gerichte Grundnahrungsmittel, oft angepasst an die Verfügbarkeit von Zutaten in der DDR. Heute sind diese Einflüsse zu einem einzigartigen "Berliner Stil" verschmolzen.
Das Schwergewicht der Berliner Küche. Diese gepökelte Schweinshaxe wird gekocht, bis sie zart ist, und mit Sauerkraut und Erbspüree serviert. Ein Gericht mit Wurzeln im 19. Jahrhundert, als es eine billige, sättigende Mahlzeit für Arbeiter war.
Diese Fleischklöße sind ein verfeinerter Klassiker. Benannt nach der ehemaligen preußischen Stadt Königsberg, werden sie in einer weißen Sauce mit Kapern serviert. Kapern waren einst ein Luxusartikel, was dies zu einem Festtagsgericht machte, das heute ein Alltagsfavorit ist.
Ein einfacher, vegetarierfreundlicher Klassiker. Hartgekochte Eier in einer cremigen Senfsauce, serviert mit Kartoffelstampf. Ein nostalgisches Gericht, das viele Berliner an ihr Schulessen erinnern.
Ein Kalbsschnitzel, belegt mit einem Spiegelei, Sardellen und Kapern. Es repräsentiert die eher "kosmopolitische" Seite der alten preußischen Küche, die lokales Fleisch mit importierten Aromen kombinierte.
Berlins Antwort auf die Frikadelle. Diese Fleischklöße werden mit Senf und Zwiebeln gewürzt. Traditionell wurden sie als schneller Snack in Eckkneipen zum Bier verkauft.
Ein Grundnahrungsmittel im Berliner Winter und Frühling. Sie ist dickflüssig, cremig und enthält oft Wiener Würstchen. Die ultimative wärmende Mahlzeit für einen grauen Berliner Tag.
Eingelegte Eier, die man immer noch in Gläsern auf den Tresen traditioneller Berliner Kneipen findet. Sie sind ein Stück lebendige Geschichte der alten Kneipenkultur.
Der berühmte marmeladengefüllte Krapfen. Während JFK berühmt sagte "Ich bin ein Berliner", nennen die Einheimischen sie einfach Pfannkuchen. Sie sind ein süßes Stück Berliner Identität.
Traditionelles Essen genießt man am besten in einem Wirtshaus oder einer Eckkneipe. Diese Orte haben oft holzgetäfelte Wände, schwere Möbel und eine Geschichte, die Jahrzehnte zurückreicht. Besuchen Sie sie am besten zum Mittagstisch, wenn viele Einheimische diese Gerichte als Hauptmahlzeit genießen.
Authentisches traditionelles Essen zu finden, kann in einer Stadt voller Touristenfallen schwierig sein. Eine geführte Food-Tour führt Sie zu den Orten, die diese Gerichte seit Generationen servieren, und garantiert Ihnen den echten Geschmack der Berliner Geschichte.
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